Kultur in Thun

Am Samstag habe ich mich so ganz der Kultur gewidmet, zuerst wollte ich mir die kleinen Kunstwerke in der Stadtbibliothek von Thun ansehen. Kinder haben während den Sommerferien einen Kurs besucht und Buchskulpturen hergestellt. Sieht absolut toll aus. Was meint ihr dazu? (siehe Diashow)

Danach habe ich mich zum Schloss hoch begeben. Der Aufstieg führt von der schönen Altstadt über eine gedeckte Treppe, deren Dachkonstruktion ebenfalls an Kunst erinnert. Durch den Rittersaal geht’s ein Geschoss hinunter in die Sonderausstellung „Kleist in Thun“, im Zusammenhang mit dem 200. Todestag von Heinrich von Kleist.

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Die Ausstellung war sehr interessant und ich habe doch wieder Einiges, nicht nur über diesen deutschen Dichter, sondern auch über die Geschichte der Schweiz erfahren. Heinrich von Kleist weilte für einige Zeit, im Jahre 1802 und 1803, in Thun und lebte in einem Häuschen auf einer Insel, mitten in der Aare. Die Insel wurde im März, zu Ehren des Dichters, in „Kleist-Inseli“ umbenannt. Leider kann man diese ohne Genehmigung nicht besichtigen, da sich diese in Privatbesitz befindet. Ausserdem wurde das Haus, das baufällig war, bereits im Jahre 1940 abgeriessen. Aber die Sicht war, damals wie heute, grandios, sieht man doch all die imposanten Berge des Berner Oberlandes, wie Eiger, Mönch und Jungfrau, die „Pyramide“ den Niesen, und das Stockhorn. Kleist hatte damals die utopische Idee, Bauer in der Schweiz zu werden. Da die Zeiten damals jedoch sehr unruhig waren, die Franzosen vor dem Einmarsch nach Bern standen, entschied sich Kleist gegen den Bauernstand, zudem hasste er die Franzosen.

„Es hatte allen Anschein, daß die Schweiz sowie Zisalpinien, französisch werden wird, und mich ekelt vor dem bloßen Gedanken.“… aus dem Brief an Ulrike von Kleist vom 19. Februar 1802

Unten in der Altstadt wieder angekommen, konnte ich an den beiden Strassenmusikern nicht einfach vorbeigehen, denn die waren auch nicht schlecht und spielten unter anderem „Dueling Banjos“, das Musik-Stück aus „Deliverance“ mit Burt Reynolds aus dem Jahre 1972, Super 🙂


Es war ein rundum gelungener Kultur-Spaziergang und erst noch bei schönem Wetter, eine Seltenheit in diesem Sommer 🙂



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