Kultur in Baden

Für den Samstag hatte ich mir vorgenommen, die Sonderausstellung „Faszination Buch“ im Kindermuseum in Baden zu besuchen. Zuerst jedoch machte ich einen Einkaufsbummel durch die schöne Altstadt, landete, wie üblich, in einer Buchhandlung, die ich noch nicht kannte. Was ich dort sehr angenehm fand, dass die Romane nach Herkunft der Autoren, also nach Kontinenten und teilweise auch nach einzelnen Ländern präsentiert werden.

Quizfrage: Habe ich die Buchhandlung mit oder ohne Buch verlassen :D?

Da das Museum erst am Nachmittag geöffnet ist, schaute ich mir den wunderschönen Park der Villa Boveri, gleich nebenan an. Obwohl zwischendurch wieder ein Regenschauer niederging, schlenderte ich durch die Anlage. Der grosse alte Baumbestand und die Sträucher verschluckten jeglichen Verkehrslärm. Ich liebe alte mächtige Bäume. Danach spazierte ich zur Villa Funk rüber, in der das Kindermuseum untergebracht ist.

Das Wetter war gerade richtig, um sich durch die Räume dieses Hauses, das 1896/97  erbaut wurde, zu bewegen. Zuerst habe ich mich noch in den Räumen der Kinderkultur aufgehalten, wo ich auch Spielsachen aus meiner Kindheit entdeckt habe, aber natürlich auch viele Objekte aus anderen Generationen und fremden Kulturen. Man muss sich Zeit nehmen, deshalb werde ich mir ein anderes Mal diesen Räumen widmen, die für „Kinder“ von 5 bis 95 geeignet sind.

Nach Erich Kästner’s Zitat: „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch.“

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Mich zog es also ins zweite Untergeschoss, wo diese spannende Sonderausstellung präsentiert wird. Da wird erst einmal erklärt, wie es überhaupt zum geschriebenen Wort und schliesslich zum Buch gekommen ist. Kalligraphie ist ebenso ein Thema, wie die verschiedenen Schreibinstrumente, wie der Kielfeder bis hin zum Computer. Hinter einem grossen aufgeklappten Duden befindet sich eine Nische, hier wird ein Film vorgeführt, in dem Personen, die in irgendeiner Weise mit dem Buch verbunden sind, zu Wort kommen, wie bsp.weise ein Schriftsteller, wie er beim Schreiben vorgeht, oder der Programmverantwortliche des Atlantis-Verlags. Eine Bilderbuch-Illustratorin zeigt, wie sie die Bilder zeichnet, gestaltet oder mit Collagen zusammenstellt. Auch die Richterin, die mit Gesetzesbüchern zu tun hat oder eine junge Leserin kommen zu Wort. Für mich am spannendsten war der Buch- und Papierrestaurator. Man durfte einen Blick auf dessen interessante Arbeit werfen. Ich hätte noch lange zuschauen können.

Hinter Glas werden Bilderbücher, Klassiker des Kinder- und Jugendbuchs, bibliophile Raritäten gezeigt. Dort habe ich das eine oder andere Buch auch aus meiner Jugend entdeckt, selbst die Lesefibel aus der 2. Klasse. Die Bücher wurden digitalisiert und somit wird dem Besucher ein Blick ins Buch ermöglicht, indem auf einem Touchscreen-Monitor die gewünschten Exemplare angetippt und danach einige Seite geblättert werden können. Cartoons über Bücher sind ebenso ausgestellt, wie auch Lesezeichen aus diversen Epochen. Es gibt aber auch offene Buchregale, wo man nach Herzenslust in Büchern blättern und lesen darf.

Es war alles in allem wieder ein wunderbarer Ausflug in die Welt der Bücher und allgemein zu Kulturgütern unterschiedlichster Art.

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