Mein Grossvater und Rilke

Ich weiss eigentlich gar nicht mehr, weshalb ich im Internet über Rilke Informationen suchte. Auf jeden Fall stiess ich bei den Recherchen auch auf seine Aufenthaltsorte und erfuhr so, dass er in der Schweiz einige Monate im Schloss Berg zu Gast war. Da machte es bei mir sofort Klick. Könnte es sein, dass mein Grossvater zur gleichen Zeit im Schloss Berg gearbeitet hat? Das wollte ich natürlich etwas genauer wissen, deshalb fragte ich meine Mutter, ob sie wisse, dass Rainer Maria Rilke einige Zeit im Schloss Berg wohnte. Ihre Antwort kam ziemlich lapidar:“Ja, natürlich, der war sehr bekannt mit Frau Bühler.“ Das war die Frau des Oberst Bühler, der damals mit seiner Familie in diesem schönen Haus wohnte und mein Grossvater war unter anderem sein Chauffeur, half bei der Feldarbeit mit und betreute die Pferde.

mein Grossvater

Schloss Berg – Vorderansicht

Allerdings stellte sich heraus, dass sie sich wohl nicht begegnet sind, denn Rilke hielt sich dort 1921 auf, mein Grossvater ca. 1924, also drei Jahre später. Ich wusste dass es Fotos aus jener Zeit gibt und meine Mutter brachte diese und noch viele mehr vorbei. Dabei erzählte sie mir einige andere Geschichten, auch von den Ur- und Ururgrosseltern, was ich immer sehr spannend finde.

Ich zeige euch gerne, wo Rilke sowie auch mein Grossvater, für eine Weile ein und aus gingen, d.h. mein Grossvater wahrscheinlich eher in den Nebengebäuden. Wer weiss, vielleicht sind sie sich ja doch einmal begegnet 😉

Schloss Berg

Frau Bühler mit ihren Kindern hinter dem Schloss

8 Gedanken zu „Mein Grossvater und Rilke

    • Da hast du allerdings Recht. War nur interessant zu erfahren, dass sich mein Grossvater und Rilke am selben Ort aufgehalten haben. Und wie ich finde, ist es ein sehr schönes Plätzchen, nicht wahr…

  1. Das sind genau die Geschichten, die Schriftstellerleben so lebendig machen, und irgendwie auch unsterblich, wie unsere Vorfahren, weil ihre Spuren für uns erzählbar in Wort und Bild bleiben. So wertvoll sind Deine alten Familienfotos!

    • Du hast absolut Recht, liebe Karin. Die Bilder sind wirklich wertvoll für mich. Ich habe es immer geliebt, Familiengeschichten zu hören. Und ich hätte mir gewünscht, dass meine Grossmutter einiges aufgeschrieben hätte.

  2. Ich mag solche alten Fotos sehr gerne. Sie sind wie eine Zeitreise.
    Kennst du das Buch von Mortitz Rinke? „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“? Es ist ein sehr schönes Buch über Worpswede und Rilkes Kochtopf. Rinke ist in Worpswede mit den Geistern der Vergangenheit aufgewachsen und das Buch hat autobiografische Elemente.

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