James Bond – Skyfall

Einmal bei den ersten sein, bevor die ganze Schweiz ins Kino eilt, ist etwas Besonderes.

Unser Garagist hat zusammen mit einem Uhren- und Schmuckgeschäft zu einem Event eingeladen, den ich absolut nicht verpassen wollte. Den 23. James Bond-Film „Skyfall“ vor dem aktuellen Kinostart, dem 1. November 2012, zu sehen, war ein spezielles Erlebnis. Nach einem grosszügigen Apéro begaben wir uns in den Kinosaal und es wäre nicht schlecht gewesen, wenn man sich hätte anschnallen können. Meine Damen und Herren – in der Startszene ging die Post ab.

Eine Verfolgungsjagd im Land Rover und auf dem Motorrad durch den Basar von Istanbul – kein Marktstand war mehr sicher. Ein Sprung von der Brücke auf einen Zug rettete den Verfolgten. James Bond hechtete hinterher und die Agentin Eve setzte die Fahrt, parallel, im Rover fort, bis sie von M aus dem HQ den Befehl zum Abschuss erhielt, egal ob sie Bond versehentlich treffen würde oder nicht. Fatal für Bond, denn die Agentin traf tatsächlich den falschen Mann.

Der rasante Start war vorbei – tief durchatmen. Adeles starke Stimme performte den fantastischen Titelsong „Skyfall“ zu den kaleidoskopartigen und kunstvollen Bildern, die den Filmvorspann untermalten. Wie immer – ein phänomenaler Song.

Allzu viel möchte ich hier gar nicht verraten, ausser dass Sam Mendes einen James Bond-Film gedreht hat, der mich begeistert hat, schliesslich gehöre ich nicht zu den regelmässigen Zuschauern von Bond-Filmen. Auf alle Fälle habe ich nicht alle 23 gesehen.

Mendes selbst sagte im Interview, dass er nicht einfach ja zu einem Bond-Film gesagt habe, sondern zu einem Bond-Film mit Daniel Craig.

Daniel Craig gefällt mir als James Bond-Darsteller um einiges besser als sein Vorgänger Pierce Brosnan. Der war mir zu schön und zu glatt. Craig hat Ecken und Kanten und ein markantes Gesicht, darf Dreitagebart tragen und auch einmal eine Schramme oder eine Narbe haben. Er ist verwundbar und erledigt nicht mehr alle Aufgaben perfekt. Mann wird älter. Auch bei den Schiesstests vor dem Scheibenstand trifft er nicht mehr nur ins Schwarze. Der Alkoholkonsum lässt grüssen. Javier Bardem als Bösewicht Raoul Silva ist schlicht genial. Dieser hat nur die Rache an M im Hinterkopf und lässt sich einiges dazu einfallen. Die Mimik Bardems und die Art zu sprechen waren hohes Kino.

Nicht nur der spanische Schauspieler hat mich überzeugt, auch Judi Dench, Ralph Fiennes und Albert Finney. Die Frauen sind auch in diesem Film nicht lange zu sehen, was mich aber noch nie gestört hat. Die Aufnahmen des nächtlichen Singapurs, des Spielerparadieses Macao oder des Hochlandes von Schottland beeindruckten und die technischen Effekte sind super.

„Obwohl er es jahrzehntelang nicht wusste, war Mendes‘ Weg in die Welt von James Bond bereits vorgezeichnet, seit er ein kleiner Junge war. Als Kind in der englischen Stadt Reading der 1970er-Jahre wurde er erstmals von den Abenteuern James Bonds in Bann gezogen, als er den Film Leben und sterben lassen von 1973 mit Roger Moore sah. „Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern … auch an die Wirkung die er auf mich hatte“, erzählt er. „Ich war fasziniert.“ (aus dem Omega Lifetime-Magazine)

Den Bond-Film Nr. 23 sollte man sich unbedingt ansehen. Dazu muss man nicht einmal ein eingefleischter Bond-Fan sein, denn der Film ist in jeder Beziehung ein Erlebnis!

Auf den Heimweg haben wir noch Gebäck mitbekommen und nicht zuletzt das Omega Lifetime Magazin, das diverse Beiträge zum Film beinhaltet, nicht zuletzt wird der Regisseur Sam Mendes porträtiert, der ein Meister seines Faches ist und nichts dem Zufall überlässt. Adeles Titelsong hat mich schliesslich in den Schlaf begleitet und wird mir noch eine ganze Weile in den Ohren nachhallen.

7 Gedanken zu „James Bond – Skyfall

  1. Lieber Büchermaniac,
    mir geht es wie Mila – Dein Beitrag macht mir Lust, mir den Film anzusehen. Obwohl ich eigentlich nur ein Fan der James-Bond-Filme mit Sean Connery bin😉 .

    Liebe Grüße

    Beate

    • Liebe Beate

      Bitte gib Craig eine Chance, denn er hat es verdient. Und zudem, Connery ist inzwischen nicht mehr der ideale James Bond, der wäre dann doch etwas zu alt😉. Die Crew hat einen tollen Film abgeliefert. Die Aufnahmen sind grossartig, die Schauspieler sowieso und wer Action-Szenen und Special Effects mag, wird hoffentlich nicht enttäuscht sein.

      Viel Spass
      buechermaniac

  2. Ein Geheimagent, der sich mit dem Älterwerden wie ein Normalsterblicher herumplagen muss – super Idee. Aber im Trailer zeigt sich, dass er ja wenigstens nicht die Potenz verloren hat. DAS fände ich ja mal einen neuen Ansatz… Du hast mich überzeugt, da geh ich rein (und auch weil ich so ein großer Dame Judi Dench-Fan bin…)

    • Dann geniesse Judi Dench nochmals…

      Die Liebesszenen sind in der Zwischenzeit kurz geworden und sind in Nr. 23 eher Nebensache. Es geht um etwas ganz anderes: Bond setzt sich mit all seinen Kräften und Mitteln für die Rettung von M ein.

      Ich wünsche dir viel Vergnügen

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