Freitags-Füller

1. Den 1. Platz, in der Sparte Feriendestination, kann ich gar keiner Reise geben, denn ich habe von überall positive Reiseeindrücke mit nach Hause genommen.

2. Heute bin ich leider nicht in den Bergen, schade aber auch.

3.  Wenn ich mich verwöhnen möchte, dann mache ich Urlaub im Wellness-Hotel.

4. Ich stand einmal unterhalb eines steilen Skihangs, oben stand eine Anfängerin auf den Skiern und ihr Begleiter rief von unten: “bleib locker“. Am nächsten Tag sah ich die Frau wieder, sie betrieb nur noch Après-Ski.

5. Jedes Bild würde ich sicher nicht an die Wand hängen. Lieber eine weisse Wand anschauen, als ein Bild, das mir nicht gefällt.

6.  Vor vielen Jahren waren wir beim Pendeln zur Arbeit noch eine Clique. Am 31. Dezember mussten wir regelmässig zur Arbeit. Einer nahm den Champagner mit, ich stand früher auf und buk Schinkenkipferl und dann feierten wir bereits frühmorgens im Zug und unterhielten die Passagiere. Wie haben wir Spaß gehabt!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf —, morgen habe ich ein Abendessen mit einem meiner Favoritenmenus bei Mama geplant und Sonntag möchte ich „Dolce far niente“ betreiben!

Ein schönes, winterliches Wochenende!

Als wär ich ein Kind

Gestern stieg ich, nach der Arbeit, in den Keller hinunter, stellte mich auf die Zehenspitzen und hob einige Kisten und Kartons vom Regal herunter. Ich zog eine Schachtel hervor, öffnete vorsichtig den Deckel und da lagen sie. Der Schaft leuchtete mir weiss wie die Unschuld entgegen, die Kufen glitzerten im fahlen Deckenlicht: meine Schlittschuhe. Über acht Jahre hatten sie im Dornröschenschlaf gelegen, kaum zweimal benutzt, praktisch neu also, denn gierige Mäusezähnchen hatten sich an meinen eingelaufenen Schlittschuhen einmal gütlich getan. Schnell reichte mir mein Schatz noch ein Paar Socken. Fahrrad oder Laufen? Fahrrad, dann sind wir schneller dort. Und da lag er dann vor mir, der Weiher, mein Weiher, denn schliesslich kenne ich ihn seit meiner Kindheit und ich bin hier sicher die Älteste. Erinnerungen kommen in mir hoch. Es ist kalt, aber ich strahle, als wäre soeben Weihnachtsbescherung gewesen. Sind meine Füsse noch gewachsen? Ich komme kaum in die Schuhe rein, aufgeschwollene Füsse, das muss es sein. Mein Schatz hält mich, dass ich nicht gleich den ersten Sturz hinlege und dann kräftig abgestossen und rückwärts übersetzt. Eine Runde im abgesteckten Bereich fahren, es hat genügend Platz, es sind nicht viele Menschen hier. Eine Pirouette – huch – da wird mir schwindlig, aber auf zwei Füssen klappt es. Ich gleite über das etwas unebene Natureis, Schlittschuhlaufen ist wie Fahrradfahren, einmal gelernt, klappt es auch nach Jahren noch.

Ich hab’s getan, ich bin endlich wieder über den Weiher gegleitet und es hat sich gut angefühlt. Für einen kurzen Moment war ich wieder Kind und habe es soooo genossen 🙂